{"id":57,"date":"2007-07-09T00:12:25","date_gmt":"2007-07-08T23:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/juliajanssen.de\/blog\/2007\/07\/09\/kuestenstaedte-und-bergdoerfer-im-cilento\/"},"modified":"2007-07-09T01:15:01","modified_gmt":"2007-07-09T00:15:01","slug":"kuestenstaedte-und-bergdoerfer-im-cilento","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juliajanssen.de\/blog\/2007\/07\/09\/kuestenstaedte-und-bergdoerfer-im-cilento\/","title":{"rendered":"K\u00fcstenst\u00e4dte und Bergd\u00f6rfer im Cilento"},"content":{"rendered":"<p>Vor drei Wochen bin ich zum ersten Mal mit dem Auto im Stra\u00dfenverkehr von Neapel gefahren&#8230; und es ist zum Gl\u00fcck alles gut gegangen. Zugegebenerma\u00dfen war&#8217;s keine wirklich schwierige Sache, denn zum einen war Wochenende und zum anderen waren es von der Garage der Autovermietung bis zur Autobahnauffahrt nur wenige Meter. In Bahnhofsn\u00e4he befinden sich mehrere Autovermietungen. Die angeblich g\u00fcnstigste (<a title=\"www.maggiore.it\" href=\"http:\/\/www.maggiore.it\/index.jsp\">Maggiore<\/a>) haben wir jedoch nicht auf Anhieb gefunden und sind statt dessen bei <a title=\"Zu meiner Karte bei google maps\" href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps\/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;msid=102662562596858365535.000001121332b6bbb78b0&#038;ll=40.852611,14.270318&#038;spn=0.006719,0.014591&#038;z=16&#038;om=1\">Hertz<\/a> gelandet.<\/p>\n<p>Unser Ziel: das Cilento, eine Landschaft noch s\u00fcdlich von Paestum. Bevor wir (das sind meine Ma und mein Bruder) jedoch das Cilento erreichten, sind wir nach der Abfahrt von der Autobahn (Eboli) zun\u00e4chst schnurstraks zum <a title=\"Zu meiner Karte bei google maps\" href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps\/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;ll=40.550852,15.012131&#038;spn=0.215998,0.466919&#038;z=11&#038;om=1&#038;msid=102662562596858365535.000001137ed662d91c240\">Meer<\/a> durchgefahren. Nicht, weil wir einen gro\u00dfartigen Strand erwarteten, sondern eher, um uns ein wenig im Meer zu erfrischen und dem Reiseverkehr am Samstagmorgen zu entgehen. Das Meer war herrlich wild und die Wellen hoch. Nur die Strandwacht pfiff uns zur\u00fcck und hielt uns davon ab, weiter hinauszuschwimmen, angeblich zu viel seitliche Str\u00f6mung.<\/p>\n<p>Das K\u00fcsten\u00f6rtchen <a title=\"Zu meiner Karte bei google maps\" href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps\/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;ll=40.311734,14.975395&#038;spn=0.108384,0.233459&#038;z=12&#038;om=1&#038;msid=102662562596858365535.000001137ed662d91c240\">Santa Maria di Castellabate<\/a>, nicht weit hinter Agropoli, war dann unser n\u00e4chster Stopp. Dort war das Meer bedeutend ruhiger, aber leider war das Baden sehr m\u00fchsam, da der Weg ins Wasser wegen der vielen Steine und der Brandung nicht besonders leicht war. Nichts f\u00fcr Kinder und \u00e4ltere Leute! Stattdessen gab\u00b4s in der Strandbar aber hervorragenden Kuchen.<\/p>\n<p><a title=\"Photo Sharing\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/juliajanssen\/615335749\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"S. Maria di Castellabate\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1322\/615335749_75c5faba58.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weiter ging\u00b4s dann Richtung Acciaroli, um uns von dort \u00fcber schmale Bergstra\u00dfen und die s\u00fc\u00dfen Bergd\u00f6rfer Cannicchio, Pollica und Celso bis nach <a title=\"Zu meiner Karte bei google maps\" href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps\/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;ll=40.199986,15.046978&#038;spn=0.054281,0.11673&#038;z=13&#038;om=1&#038;msid=102662562596858365535.000001137ed662d91c240\">San Mauro<\/a> durchzuschlagen.<\/p>\n<p>Auf den Tipp meines Vermieters steuerten wir direkt die Cooperativa &#8220;Al Frantoio&#8221;, eine Genossenschaft der \u00d6lbauern, wo wir zu Abend a\u00dfen. Im riesigen, gem\u00fctlich urigen Speisesaal geht es lebhaft her, die Kellner laufen sich die Hacken ab. Das Essen war super lecker, ausgefallen und bezahlbar.  Ich habe mir sogar ausnahmsweise ein <em>Primo<\/em>, ein <em>Secondo <\/em>sowie ein <em>Dolce <\/em>geg\u00f6nnt, was ich  sonst nie mache. Der offene Wein kam aus der Umgebung und war ebenfalls gut und g\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Eine Mitarbeiterin der Cooperativa hatte uns zuvor netterweise eine Unterkunft f\u00fcr die Nacht besorgt, die wir nach kleinen Irrungen (und Verirrungen \u00fcber holprige Feldwege)  auch fanden: eine einfache, aber wirklich zauberhafte Unterkunft (25 Euro inkl. Fr\u00fchst\u00fcck, p.P. in der Nebensaison), in der uns eine nette, junge Familie mit Herz betreute. Das Fr\u00fchst\u00fcck war eher italienisch (caff\u00e8, cappuccino, frisch gepresster O-Saft und Croissant) und hat v\u00f6llig ausgereicht.<\/p>\n<p>Dies ist der Blick von der Terrasse unseres Zimmers bei <a title=\"www.letrequerce.info\" href=\"http:\/\/www.letrequerce.info\/default.asp\">Le tre Querce<\/a> in San Mauro:<\/p>\n<p><a title=\"Photo Sharing\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/juliajanssen\/620745454\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Cilento\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1399\/620745454_bf30739f59.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>San Mauro selbst ist auch ein nettes, kleines, verschlafenes Dorf:<\/p>\n<p><a title=\"Photo Sharing\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/juliajanssen\/620884276\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"333\" height=\"500\" alt=\"San Mauro\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1083\/620884276_e28f8d1374.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>In nur kurzer Zeit haben wir die Bekanntschaft mit einigen Dorfbewohnern gemacht, durften gar einen Blick in einen Hinterhof werfen. Der Pfarrer der Dorfkirche  lud uns ein, seine Kirche anzuschauen und zeigte uns begeistert die kleinen Sch\u00e4tze in Kirche und Sakristei.<\/p>\n<p>Und was f\u00fcr eine Aussicht die Kicker von San Mauro doch haben!<\/p>\n<p><a title=\"Photo Sharing\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/juliajanssen\/620745630\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Bolzplatz mit Aussicht\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1431\/620745630_f244050a06.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei unserer Fahrt hinab zur K\u00fcste hielten wir in Cannicchio an. Dieses Bergdorf kam mir noch kleiner und vertr\u00e4umter vor. Wir trafen kaum Leute in den Gassen an. Der alte Herr, der erfreut war, mit Fremden zu plaudern, wurde von seiner Frau ungeduldig zum Essen gerufen.<\/p>\n<p>Und so setzten wir schlie\u00dflich unsere Fahrt zum K\u00fcstenort Acciaroli fort. Auch von Acciaroli war ich ganz begeistert, denn der Ort war zum Gl\u00fcck nicht so arg \u00fcberlaufen (das mag aber auch an daran liegen, dass noch Nebensaison war). Wir g\u00f6nnten uns einen Sonnenschirm am Privatstrand links vom kleinen Hafen und konnten so auf feinem wei\u00dfem Sand sonnen, faulenzen und im klaren, ruhigen Meer baden. Sonderlich tief wurde das Meer zwar nicht, aber daf\u00fcr musste man beim Einstieg keine l\u00e4stigen Steine \u00fcberwinden. Mir schien es, dass nur Italiener am Strand waren. Herrlich, sie zu belauschen!<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg nach Neapel war ein wenig nervig, da wir vor allem auf der Landstra\u00dfe, dem Autobahnzubringer, in den R\u00fcckfahrverkehr geraten sind und nur im Stop-and-Go vorankamen. Das h\u00e4tten wir uns eigentlich denken k\u00f6nnen, aber irgendwie konnten wir uns doch nicht so fr\u00fch vom Strand trennen. Besonders \u00e4rgerlich war dabei, dass unglaublich viele Italiener sich nicht sch\u00f6n brav auf der einspurigen Stra\u00dfe ihrem Schicksal ergeben haben, sondern auf dem Randstreifen rechts sowie der Gegenspur links st\u00e4ndig \u00fcberholt haben.<\/p>\n<p>Aber auch ohne Dr\u00e4ngelei sind wir zwar versp\u00e4tet, aber gut wieder in Neapel angekommen. Wie gut, dass die Garage von Hertz noch ge\u00f6ffnet hatte und uns keinen \u00c4rger machte!<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck auch,  dass in meiner Nachbarschaft (Via dei Tribunali) wenigstens noch die Pizzeria Decumani ge\u00f6ffnet hatte, die uns ausgehungerten Reisenden auch kurz vor Mitternacht noch eine Pizza gebacken hat. Ein kr\u00f6nender Abschluss eines erlebnisreichen Wochenendes.<\/p>\n<p><em>(Beim Klick auf eines der Bilder kann <\/em><em>man weitere<\/em><em> Fotos <\/em><em>vom Cilento<\/em><em> sehen.)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor drei Wochen bin ich zum ersten Mal mit dem Auto im Stra\u00dfenverkehr von Neapel gefahren&#8230; und es ist zum Gl\u00fcck alles gut gegangen. Zugegebenerma\u00dfen war&#8217;s keine wirklich schwierige Sache, denn zum einen war Wochenende und zum anderen waren es von der Garage der Autovermietung bis zur Autobahnauffahrt nur wenige Meter. 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